Berlin –Kabul – Kathmandu

Buchempfehlung von Borghild Wicke-Schuldt
für Flüchtlingshelfer und geflüchtete Afghanen 

Berlin –Kabul – Kathmandu
eine Zeitreise mit Hippies Sommer 1974
von Borghild Wicke-Schuldt

„Endlich habe ich ein Buch, das mich interessiert und das ich auf Deutsch lesen möchte!“ strahlte der 18-jährige Mustafa, dessen Familie aus Bamian stammt. Das ist ein Ort im Hindukusch, der durch seine riesigen Buddhastatuen berühmt ist. Aber 2001 haben die Taliban diese 1500 Jahre alten Kulturwerke und Weltkulturerbe zerstört.

Auch der 18-jährige Najibullah hat sich das Buch angeschafft. Er macht gerade eine Lehre zum Pflasterer: „Ich möchte alles wissen über meine Heimat. Ich weiß gar nichts über die Geschichte meines Landes.“ Er kennt nur Krieg und Zerstörung.

Das „Hippiebuch“ ist das Tagebuch einer 19-jährigen Studentin, die mit 4 weiteren Studenten, 2 Männer und 2 Frauen, mit dem VW-Bus durch Asien reiste. Es ist voller spannender Abenteuer. Es beschreibt die orientalische Welt zurzeit des kalten Krieges, die 1974 noch so ganz anders war als heute. Der Islam bedeutete für die jungen Reisenden eine gastfreundliche und tolerante Haltung und hatte nichts mit der heutigen Entwicklung zum fanatischen Islamismus zu tun.

Das Reise-Tagebuch beschreibt im Vorspann die Situation der „wilden“ Siebziger Jahre und enthält einen Anhang zur Geschichte Afghanistans. Es wird eingegangen auf den Einmarsch der Sowjetunion, die ideologische Einmischung der USA, den Einsatz von Nato und von der Bundeswehr.